Kai’s JKU-Selfmade-Aufstelldach

Heute möchte ich hier einen anderen Jeep zusammen mit seinem stolzen Besitzer vorstellen. Die Rede ist von einem schwarzen 2014er JKU Rubicon, den Kai zu einem kompromisslosen Offroader MIT Selfmade-Aufstelldach umgebaut hat. Schau Dir das mal an:

Offroaden steht klar im Vordergrund, denn – und da sind Kai und ich uns gleich einig – ein Wrangler ist dafür erdacht und gebaut um dreckig zu werden! In Kais Fall besonders dreckig. 😉

Kai mag es seinen JKU in natürlicher Umgebung zu bewegen. Wer kann die Lackfarbe erraten?

Soweit so normal. Kai hat darüber hinaus seinen Offroader aber mit einem neuen alten Hardtop ausgestattet, in das er kurzerhand ein Aufstelldach integrierte. „Drei Hardtops habe ich daheim. Ein normales, das umgebaute mit Aufstelldach und noch ein unverändertes. Damit werde ich es dann in schön machen, sobald der Prototyp ausgereift ist!“, sagt er mit einem zwinkern zum Hardtop hin.

An sich ist der Unlimited-Wrangler prädestiniert dafür ihn mit einem Aufstelldach auszurüsten. Das Hardtop ist komplett abnehmbar und aus GFK gefertigt. Damit braucht man keine unschönen Löcher in das Fahrzeugdach zu sägen. Außerdem bleibt es jederzeit abnehmbar.

Ein paar Hürden gilt es dann aber doch zu überwinden, wie Kai zu berichten weiß. Zum einen sind die Hardtops des JKU nicht aus einem Teil gefertigt. Es sind drei Einzelteile, die man erstmal verbinden und versteifen muss. Kai nutzte dafür einfach Fiberglas und Harz. War es erst einmal ein großes Dach, schnitt er den entsprechenden Ausschnitt ins Dach. Mit Aluprofilen und erneut Fiberglas modellierte er die unter Kante, auf die der spätere Deckel über eine umlaufende Dichtung schließen soll. „Das nächste Mal ohne Aluwinkel, nur GFK!“, ergänzt er noch. Den Deckel des Daches bildet eine Sandwich-Verbundplatte. Daran aufgeklebt sind wieder Aluwinkel, an der die seitliche Stoffbahn befestigt wird. Unten wird sie mit Druckknöpfen fixiert.

Die Liegefläche ist herausnehmbar, so dass man auch nach oben kommen kann. Zusätzlich entsteht so natürlich auch noch eine Stehhöhe im hinteren Bereich des Autos. Auch ganz nützlich. Eingestiegen wird aktuell über eine der beiden hinteren Türen. Der Kofferraum bleibt vorerst als Stauraum genutzt und nicht als Aufenthaltsraum.

Die Schwierigkeit einer jeden Aufstelldach-Konstruktion ist der Aufstellmechanismus. Und simpler als Kais Lösung geht es wohl kaum: Vier baumarktübliche höhenverstellbare Montagestützen werden zum Aufstell- und Klappmechanismus. An der Standwich-Platte fest verschraubt, laufen sie vorne und hinten über Kreuz nach unten. Dort werden sie beim Aufstellen in der Höhe und am Boden fixiert. Seitlich wird die Stabilität einfach durch querverspannte Stahlseile gewährleistet.

In der Einfachheit ist dieser Aufstelldach-Ansatz nicht zu übertreffen. Auch nicht beim Preis. So günstig gibt’s nicht mal ein Dachzelt für AUF das Dach. Hut ab vor deiner Kreativität Kai! Vielleicht sollte sich der ein oder andere Kabinenbauer da mal ein Beispiel dran nehmen. Denn für den Wrangler ein Aufstelldach zu realisieren müsste nicht unbedingt erst ab einem hohen vierstelligen Betrag beginnen…

Ich freue mich schon den fertig ausgebauten JKU zu sehen. Denn noch sei viel zu tun. „Der Innenraum bekommt noch Schränke. Außerdem gilt es noch einiges zu optimieren!“ Wir wissen ja, so ein Jeep ist niemals einfach nur fertig…

2 Kommentare zu “Kai’s JKU-Selfmade-Aufstelldach

  1. Mathias Kreicker

    Danke für den super Bericht! Wahrscheinlich gibt es kein vernünftiges bezahlbares weil es zu wenig nachgefragt wurde! Gibt auch viele sture und engstirnige jeeper die da nicht unbedingt hilfreich sind

    Mfg Mathias

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