Alstrom Point – Ein Blick in die Unendlichkeit!

Teil 2 unseres Weihnachtsspecial entführt dich an einen ganz besonderen Ort. Von hier hast du tatsächlich die Größe der Welt vor Augen und einen Anflug von Melancholie im Herzen: Am Alstrom Point genießen wir den weitreichendste Ausblick auf unserer 3000km-Tour durch den Südwesten der USA auf den Spuren der Einsamkeit des Wilden Westens. Doch schaue einfach selbst!

Eine Übersicht wie diese findet man wohl sehr selten! Der Blick vom Alstrom-Point hinein ins Tal des Lake Powells, der sich aus dem Colorado River speist.

Lässt man die gigantische Südseite des Grand Canyon hinter sich und folgt der klassischen Touristenroute nordwärts auf der Highway 89 entlang an unzähligen Nebencanyons des großen Grabens, stößt man recht bald auf den Lake Powell. An dessen Ufer erstreckt sich die Touristenhochburg Page.

Berühmt geworden ist Page nicht nur durch seinen gigantischen Staudamm, der den Colorado River hier erst zum See gemacht hat. Bekannt sind vor allem zweierlei: Die sogenannten Slot Canyons, kleine wenige Meter breite und extrem farbenfrohe Schluchten, die durchwandert werden können. Und der immer bekannter werdenden Horseshoe Bend, von dessen Ostseite man den Colorado River durch eine erstaunlich enge Haarnadelkurve fließen sieht. Alles lässt sich gegen das Entrichten von Park- und Eintrittsgebühren bewundern. Doch auch hier gibt es noch so viel mehr zu sehen, und das sogar ohne Schlange stehen und hohen Eintrittspreis:

Also verlassen wir Page und Arizona über die von Touristen gesäumte Staudammbrücke und betreten die Glen Canyon Recreation Area in Utah. Die Touristenströme werden schlagartig weniger.

Wir sind auf der Suche nach einem Aussichtspunkt der besonderen Art. Hoch oben im Norden über dem Lake Powell sollen die Felsplateaus der Nipple Bench und der Smoky Mountains mit dem richtigen Fahrzeug befahrbar sein. 

Auf unseren Karten weist eine unscheinbare Route darauf hin, dass es vom verschlafenen Städtchen Big Water eine Zufahrt dorthin gibt. Einmal auf die Gravel Road abgebogen, verwandelt sich die Landschaft in eine Einöde, die nicht von dieser Welt zu stammen scheint. Nicht von ungefähr wurden hier große Teile des Kino-Epos „Planet der Affen“ gedreht. Die gelben Sandsteinformationen scheinen über die zurückliegenden Jahrtausende immer wieder an Größe eingebüßt zu haben. Einzelne von ihnen abgebrochene Brocken liegen wie für das Murmelspiel eines Riesen platziert auf der Ebene herum.

Die Landschaft zum Plateau ist wie aus einer anderen Welt. Gelblich, Orange und Grau liegt der Sandstein vor uns…

Wir fahren weiter und die Landschaft wandelt sich erneut. Es wird felsiger. Die hohen Plateaus aus Stein werden schwieriger zu befahren und geben dann ganz plötzlich ihren Blick frei auf die unfassbare Weite der gewundenen Ebene des Lake Powells. 

Erschlagen von den Dimensionen sitzen wir stundenlang an den Klippen und bewundern die atemberaubende Schönheit der Weite unter unseren Füßen. Fast melancholisch. Wie unfassbar klein wir Menschen doch im Verhältnis zu dieser gigantischen Natur sind. Dort die Formationen und Windungen, über Millionen von Jahren aus dem Felsen geformt, hier wir Menschen, die wir erst seit einem geschichtlichen Wimpernschlag an alle dem teilnehmen dürfen und es bereits unser Eigen nennen wollen.

Neigt sich der Tag dem Ende zu, so wächst die eigene Größe und Vorstellung eher nicht zusammen mit den Schatten. In ihrer vollen Pracht spannt die Milchstraße einen Bogen zwischen dem einen Ende des Horizonts und dem anderen. Unter diesem Dach aus Abermillionen kleiner Sonnen funkelt Lake Powell, der jetzt deutlich kleiner wirkt, als noch zuvor neben all den anderen Touristen auf dem gigantischen Staudamm…

Nur ein Anblick für wenige Minuten – Der Milchstraßenbogen ist gerade noch erkennbar, bevor kurze Zeit später die aufgehende Sonne die Farben der Nacht überstrahlen wird.
Wahnsinnige Bilder! Ein gigantischer Timelapse der Milchstraße hin zum Sonnenaufgang.

Besuche auch die anderen magischen Orte, zu denen wir Dich in unserem Weihnachtsspecial 2020 mitnehmen! Vielleicht weckt es auch bei Dir Begeisterung für eine Region und Natur, die es so wohl nirgends anders auf der Welt zu finden gibt:

Unser Track zur Einsamkeit des Wilden Westens – Weihnachtsspecial 2020

Goldrausch an der Inyo Mine – Weihnachtsspecial 2020 Teil 1

Valley of the Gods beim Monument Valley – Weihnachtsspecial 2020 Teil 3 (ab 27.12.)

White Pocket in den Vermilion Cliffs – Weihnachtsspecial 2020 Teil 4 (ab 28.12.)

Nice to know – Tipps für den eigenen Trip in den Südwesten! (ab 29.12.)


Ein Kommentar zu “Alstrom Point – Ein Blick in die Unendlichkeit!

  1. Heiko

    Hi Ihr beiden!

    Sehr schöne Aufnahmen un Impressionen die einen einfach nur neidisch machen 😉
    Da bekommt man noch mehr Fernweh wie man es jetzt zu dieser speziellen Zeit eh schon hat.
    Mehr davon! -freue mich schon auf die restlichen Weihnachtsspecials :-))

    LG Heiko

    PS.: Hoffe wir sehen uns alsbald mal wieder!!!

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