Overlander auf der Rallye Breslau?!

Welcher Overlander hat nicht schon einmal davon geträumt. Kilometerlang querfeldein über Stock und Stein, den richtigen Weg finden nur mit dem Roadbook… welch eine grandiose Vorstellung!

Ich konnte dieses Jahr die Rallye Breslau hautnah für Matsch&Piste begleiten! Meine Eindrücke dazu findest du auf den Seiten von Matsch&Piste. Nun möchte ich noch ein paar persönliche Eindrücke loswerden und (für mich) die Frage beantworten: Ist es eine gute Idee mit dem Overlander eine Rallye zu fahren?

Sieht (fast) aus wie ein Overlander! Ist aber ein reinrassiger Rallyebolide! Tolles Teil!

Nachtstages, fahren nach Roadbook… ein Traum für jeden Overlander!

Grandiose Kulisse – der riesige Truppenübungsplatz!

Vom ersten Moment an, an dem ich die Atmosphäre der Rallye schnuppern durfte, war eins klar: Da willst du auch mitfahren! All die schönen und aufgemöbelten Rallyefahrzeuge, die gespannte Vorfreude der Teilnehmer, das ganze Miteinander. Das alles weckte von Beginn an Interesse und ein gewissen Neid: „Auch fahren!“

Betrachtet man die Anforderungen an die Teilnehmer und das „Fahrzeugmaterial“, so ernüchtert sich die Vorfreude und das Mitmachenwollen etwas…

Die Anforderungen an die Fahrzeuge sind hoch…

… und an die Fahrerteams!

Für eine Rallye wie die Breslau ist der Anforderungskatalog an das Auto hoch. Allein die Sache mit dem Überrollkäfig wird bei den allermeisten Overlandern schwierig umzusetzen. (Allein schon wegen des Dachzelts 😉 Die Sache mit der Sicherheit in einer Rallye macht ja durchaus auch Sinn, wenn man ehrlich ist.

Ein rallyetaugliches Fahrwerk und Bremsanlagen sind darüber hinaus eine zusätzliche kostspielige Angelegenheit. Ein pistentaugliches Fernreisefahrwerk, wie es die meisten Overlander wohl verbaut haben, wäre zwar aus meiner Sicht ausreichend für die gefahrenen Strecken der CrossCountry-Klasse. Aber im Tross der übrigen „richtigen“ Fahrer eher ein Ärgernis und Hindernis. Die Geschwindigkeiten, die hier üblich sind, lassen sich einfach mit solchen Fahrwerken nicht mitgehen.

Gäbe es jedoch eine Abenteuerklasse, die nicht primär leistungs- oder geschwindigkeitsorientiert wäre, läge die Sache durchaus anders. Um die Strecken zu genießen und ein wenig Rallye-Feeling mit Roadbook und co. zu erleben, würde der Overlander schon ausreichen…

Auch wenn die Klasse „CrossCountry“ heisst… Mit Straßenwagen haben diese Boliden wenig gemein…

… und die der Extrem-Klasse schon mal gar nichts!

Und mal ehrlich, wer die Breslau einmal erlebt hat, der möchte wohl am liebsten in der Extrem-Klasse an den Start gehen. Diese Materialschlacht will aber wohl kein Overlander seinem liebevoll aufgebauten Fahrzeug antun. No Chance, da bleibt wohl nur zuschauen! 😉

Aber nochmal: Die Pisten auf denen die CrossCountry-Klasse der Breslau dieses Jahr gefahren ist, wären ein machbarer Traum für jeden ambitionierten Overlander mit SEINEM Fahrzeug. Aber nicht unter den Bedingungen und Ansprüchen, die an die aktuellen Rallyeteilnehmer – zu recht – angelegt werden. Würde eine neue Klasse hinzukommen, vielleicht eine Abenteurerklasse, die nicht zwangsläufig auf Geschwindigkeit setze, wäre ich sofort dabei! Vielleicht gestartet hinter dem übrigen Fahrerfeld, so dass sie nicht zu Verkehrshindernissen würden? 😉 Eine zusätzliche Klasse einzuführen ist für die Veranstalter sicher nicht leicht, aber bestimmt für viele Overlander attraktiv… ich bleibe als hoffnungsvoll, dass unser Rubi das auch einmal erleben darf! 😉

Der schöne Overlander soll am Ende ja nicht so aussehen, wie der Kollege in Front! 😉

 

Als kleines Schmankerl – Hier noch ein paar Videos von den Stages! Wer bekommt da keine Lust:

 

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