Hallo KNUFFI!

Nun endlich ist es so weit und wir können ihn stolz präsentieren: unseren reisefertigen Overlander-LKW, ein Renault TRM 2000 aus dem Jahr 1984 mit einer Sandwich-Kabine! Nach nun fast 3 Jahren Suche, Kauf, Wiederverkauf und anderer unschöner Zwischenfälle bei Basisfahrzeugen können wir nun mitteilen: Er ist da, einsatzbereit und hat einen Namen: KNUFFI!

Soooo hoch! Portalachsen sind einfach super! 😉

Besonders freut uns, dass wir unseren ersten Ideen, einem kleinen und schmalen hochgeländegängigen Ex-Militär-LKW, treu geblieben sind. Unsere Ziel war es ein Basisfahrzeug zu finden, das unseren Jeep ergänzen kann, ohne dabei zu groß, zu lang, zu schwer und  zu wenig geländegängig zu werden. Bei unserem ersten Anlauf vor gut 3 Jahren entschieden wir uns nach langer Recherche für einen TRM, weil er für uns ein guten Kompromiss darstellt. Damals scheiterten wir aber beim Umsetzen an einem für unsere Ansprüche nutzbaren Aufbau. Wir liebäugelten mit einem FM1-Shelter der Bundeswehr, kauften auch spontan einen, hatten damit aber gleich wieder viele Probleme: Stehhöhe, Gewicht, Befestigungsmethoden. 

Entsprechend nahmen wir wieder Abstand vom Fahrgestell, verkauften den TRM und orientierten uns in Richtung etwas größerer und ziviler Basisfahrzeugen. Der Iveco 90.16 kam in den Fokus und stand fast schon auf dem Hof, zusammen mit einer professionellen Kabine. Mit dem professionellen Aufbauer gab es dann allerdings solche Querelen, dass sich auch dieses Projekt noch bevor es so richtig losging zerschlug. 

Durch Zufall stolperten wir Anfang Sommer über KNUFFI, ein TRM der bereits über eine professionell aufgebaute Kabine verfügt und nach einem neuen Eigentümer suchte. Durch den sehr leichten Aufbau von Felix Landmesser (www.derlandmesserbus.de) waren viele unserer Probleme bereits gelöst. Die robuste Technik des TRM kannten und mochten wir ja bereits und so schlugen wir zu! 

Der Renault verschränkt ganz ordentlich bis er mal das Beinchen hebt. Der Rahmen ist sehr starr, weshalb ein aufwendiger Zwischenrahmen überflüssig ist.
Der Kofferaufbau ist direkt auf die originale Pritsche gebaut.

Hat es sich gelohnt? Wir sind uns einig: Auf jeden Fall. Den ersten Offroad-Test hat er mit Bravur gemeistert! Vor 2 Wochen waren wir im Bösen Wolf mit ihm und haben ihn auf Herz und Nieren getestet. Die Bodenfreiheit ist einfach gigantisch und der kurze und steife Rahmen passt gut zum Aufbau. Trotz der Höhe kommt er nur selten ins Schwanken. Aber seht selbst im Video zum Offroad-Test:

Auch der Innenausbau kann sich sehen lassen: Obwohl der Grundriss der Kabine mit nur kurz über 3 Metern recht klein ist, ist ein Festbett, eine gemütliche Sitzecke und ein separates Bad realisiert. Das Festbett ist 100cm und lässt sich über eine Sitzbank auf 140cm erweitern. Die übrige Sitzbank kann bei bedarf ebenfalls noch als Bett umgebaut werden. Das Bad ist groß genug für Toilette und WC. Lediglich auf einen Durchstieg zum Fahrerhaus müssen wir verzichten. Aber das werden wir verschmerzen können. Mit über 2m Stehhöhe wirkt der Koffer auch nicht so beengt wie so mach anderer Aufbau. Natürlich wurde Knuffi dadurch auch recht hoch und wir verfehlen die 3,20m Gesamthöhe deutlich um gut 20cm. 

Der Koffer ist ein Sandwich aus Balsaholz und GFK und wurde direkt auf die Originalpritsche aufgebaut. Abschließend wurde es noch einmal vollständig überlaminiert, was ihn widerstandsfähiger und optisch sehr ansprechend macht. Der Aufbau ist zudem extrem leicht. Inklusive allen bisherigen Einbauten wiegt KNUFFI gerade einmal 4,6 Tonnen (bei einem Rohgewicht mit Pritsche von 3,8 Tonnen). Rechnet man weiteren Diesel und Wasser hinzu wird er reisefertig unter 5,5 Tonnen bleiben und damit deutlich unter dem Maximalgewicht von 6,3 Tonnen bleiben. 

In den nächsten Wochen stehen noch einige Dinge an, die fertiggestellt werden müssen. So hat KNUFFI bisher noch kein Bad, der Dieselvorrat ist noch recht dürftig und eine Reihe weitere Kleinigkeiten müssen noch vor der ersten echten Reise angegangen werden. Wir freuen uns drauf!

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