Offroaden vor Traumkulisse – Globetrotter Rodeo 2017

Am vergangenen Wochenende fand am Erzberg in der Steiermark das 13. OTA Globetrotter Rodeo statt! Von meiner ersten Teilnahme bei diesem einzigartigen Event mit Messebereich UND Fahrgelände möchte ich ein paar Impressionen loswerden! 🙂

Das OTA Globetrotter-Rodeo 2017: Ein ganz besonderes Erlebnis!

600.000qm Fahrgelände, 20.000qm Messegelände, Trail-Wettbewerb, Gruppenfahrt zum Gipfel, Reisevorträge, Workshops, Fahrtrainings, Fotowettbewerb! Da sollte für jeden etwas dabei sein. Die Preise für die Veranstaltungen wurden zu diesem Jahr deutlich erhöht und im Vorfeld deshalb auch stark diskutiert. Ich kannte die ganze Veranstaltung noch nicht, weshalb ich keinen Vergleich zum Vorjahr ziehen kann. Vorweg: 130 Euro für das Wochenende für dieses Rundum-Paket sind aus meiner Sicht aber fair! In der Umsetzung lässt sich festhalten: Es gibt verschiedene Camps mit unterschiedlichen Ruhezeiten, ausreichend Toiletten und auch Duschen. Fürs leibliche Wohl wir ausreichend gesorgt, von morgendlichem Bäckerauto bis Pommesbude. Aber der Reihe nach…

Bei der Anfahrt zum Gelände wird schon der Unterschied zu anderen Festivals deutlich! Statt von der Autobahn runter auf eine abgesperrte Wiese, 30km durch ein traumhaft schönes Tal der Eisenerzer Alpen entlang des milchig-blauen Erzbachs. Erblickt man schließlich die roten Etagen des Erzbergwerks, die sich auf bis zu 1500m erheben, wird die Einzigartigkeit dieses Geländes überdeutig! Ist man einmal angekommen, erblickt man das typische Bild aller großen Offroad-Festivals: ATV neben KAT. Nichts, was es nicht gibt. Das Fahren im Gelände bekommt hier auf den verschiedenen Ebenen der Abraumberge seinen besonderen Scham. Viele Teilnehmer genießen einfach den Ausblick auf die Offroadenthusiasten, die Ihre Fahrwerke mehr oder weniger geschmeidig über die Hindernisse und durch die Matschflächen bewegen.

 

Der Erzabbau hat den Berg schon zur Hälfte abgetragen. Beeindruckendes Szenario.

Hat man genug vom staubigen Offroadgelände, findet man im Aussteller-Bereich viele der namhaften Anbieter von Offroad-Zubehör, die auch in Bad Kissingen Jahr für Jahr ihre Sortimente präsentieren. Dazu viele Vorträge und sogar Workshops zu verschiedensten Themen. Riesen Vorteil gegenüber der Abenteuer-Allrad: alles im Festival-Preis inbegriffen. Zuzahlen muss man nur für besondere Veranstaltungen, wie Gipfelfahrt, Wettbewerbsteilnahme, Offroadtraining.

Für den Rundgang durch die Camp-Area sollte man sich jedoch viel Zeit nehmen. Fast überall trifft man jemanden zum kurzen Plausch und neuesten Austausch über die aktuellen Anbauten an den Fahrzeugen. Viele der abendlichen Feuer im Campbereich stehen dann dem gemeinsam Lagerfeuer im Ausstellerbereich mit Livemusik nicht wirklich nach!

Der Ausstellerbereich von diesem Hintergrund ist einfach etwas besonders. Im Gegensatz zu Kissingen sind hier primär Aussteller von Anbauteilen zu finden. Ganze Fahrzeugbauer bilden eher die Ausnahme.

Alles in allem für mich das beeindruckendste Offroad-Festival. Einzeln betrachtet lohnt sich die Anfahrt weder für ein Offroadgelände dieser Art, noch für eine Messe. Nimmt man aber alle Angebote zusammen und zählt das Alpenpanorama hinzu, rechtfertigt es die Anreise dann doch! Da fällt es auch weniger stark ins Gewicht, dass einige Referenten für den Mitteldeutschen sprachlich schwer verständlich bleiben und der Erzbergdreck seinem Namen als „flüssigem Rost“ alle Ehre macht! Mich sieht der Erzberg auf jeden Fall wieder, einige Aktionen habe ich mir schließlich auch noch für die nächsten Jahre aufgehoben!

Hier nun meine bildlichen Eindrücke. Have fun!

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