FM1-Kabine auf TRM 2000 – Aller Anfang ist…

…schwer! Wir haben unsere Pläne also einmal komplett umgeworfen… wir haben mit der Planung also von vorne begonnen? Irgendwie schon, irgendwie aber auch nicht. Es ist halt ein Planungsprozess! 😉 Hier nun also unsere endgültigen Ausbaupläne für die Kabine auf dem TRM mit einem Zeppelin FM 1-Shelter als Basis, die wir nun ja auch schon haben! 

Wieso nun doch kein Selbstbau?

In unseren vorherigen Beiträgen war unsere Planung bezüglich eines Selbstbaukoffers noch recht fortgeschritten. Material hatten wir uns bereits rausgeguckt… Nun doch nicht! Warum? Grundsätzlich spricht erstmal die zur Verfügung stehende Zeit und der passende Bauort gegen den Selbstbau. Bis wir einen Selbstbau inklusive Dämmung realisiert hätten, wäre ein Großteil des Jahres 2018 rum gewesen. Eine Fertigstellung wäre wohl nicht vor Mitte 2019 denkbar gewesen. Die beiden riesigen Vorteile, in Form einer ideal angepassten Kabine an das Fahrzeug und dem geringeren Gewicht, gegenüber eines Shelters hatten für uns dann doch ein zu geringes Gewicht. Wir gaben den beiden zentralen Argumente einer Ex-Armee-Kabine nach: fertige, gedämmte und stabile Kabine, die direkt ausgebaut werden kann und für einen geringeren Preis zu haben war.

Hier vielleicht noch einmal die Vor- und Nachteile der Zeppelin FM1-Kabine gegenübergestellt (natürlich aus unserer Sicht):

pro

kontra

  • geringer Anschaffungspreis
  • sehr stabile Kabine
  • gut isolierte Wände aus 8cm-Sandwich-Verbund
  • stabile und gut absperrbare Tür im Heck
  • selbsttragend und gut abnehmbar
  • vorhandene Verzurrschienen im Inneren vereinfachen die Möbelbefestigung

 

  • relativ hohes Gewicht (ca. 750kg Leergewicht)
  • kleine Grundfläche (290x205cm)
  • keine Stehhöhe (167cm Innenhöhe)
  • Containerlocks als einzige sinnvolle Befestigungspunkte
  • fehlende externe Staumöglichkeiten

 

Auf den ersten Blick scheinen sich Vor- und Nachteile die Waage zu halten, weshalb wir zu Beginn den Shelterausbau auch nicht weiter verfolgt haben. Für mich war immer die Stehhöhe ein KO-Kriterium. Dieses lässt sich aber mit ein wenig Kreativität entschärfen, genau wie einige der anderen Dinge:

Die Gewichtsfrage

Mit der leeren Kabine auf dem Rücken wog der TRM 4600kg. Damit sind noch knapp 2 Tonnen Luft für Ausbau und Ladung. Das ist ausreichend.

Geringe Grundfläche

Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Mit 274x191cm Innenmaß ist die Kabine klein und auch kleiner als sie auf der Ladefläche des TRM sein müsste. Für den Innenausbau bedeutet das kein festes Bett und „Nasszelle“ im Eingang. Im Netz gibt es dafür einige Ausbauvarianten, bei denen das aber auch geklappt hat. Eine professionell aufgebaute FM1 habe ich inzwischen auch bewundern dürfen… das klappt schon.

Fehlende Stehhöhe

Hier muss Abhilfe geschaffen werden. Das ginge entweder über ein Aufstelldach oder über eine dauerhafte Erhöhung in der Decke. Das Aufstelldach hat wieder Nachteile und vor allem ist es meiner Meinung nach nicht zu einem vernünftigen Preis zu bekommen. Die dauerhafte Erhöhung nach oben ist aufgrund der Gesamthöhe so eine Sache. Eine andere Variante ist noch eine Vertiefung im Boden. Damit schafft man auch Stehhöhe…

Befestigung am Rahmen des TRM

… und ließe sich bei einer neuen Brückenkonstruktion vorsehen, die den Shelter später kraftschlüssig über die Containerlocks tragen soll. Eine Verspannung auf der Ladepritsche über die BW-Spannketten möchte ich auf Dauer nicht. Man könnte Containerlocks an den entsprechenden Stellen in die Pritsche einschweißen oder eben eine neue Aufnahme schweißen. Letzteres wird es bei uns werden. So schaffen wir außerdem Platz zwischen Rahmen und Kabine, die eine Vertiefung der Kabine im hinteren Teil ermöglicht. Im vorderen Teil und an den Seiten entsteht zusätzlicher Stauraum für Tanks und anderen Kram.

 

Ich hatte eigentlich vor hier keine weiteren SketchUp-Zeichnungen zu zeigen, aber gut… neues Konzept, neue Zeichnung(en) 😉

Blau eingefärbt die „Wanne“ im hinteren Teil der Kabine. mit etwa 25cm Wannenhöhe erzielt man so eine Innenhöhe in der Kabine von 193cm. Das reicht uns.

Die Kabine ist so deutlich kleiner als bei den bisherigen Konzepten. Dafür passt sie optisch aber gut auf den TRM. Es ist schließlich ein kleiner LKW, kein 12M18 😉

Der Brückenrahmen nimmt dann zwischen Kabine und Fahrzeugrahmen noch zusätzlichen Stauraum für Tanks, etc. auf.

Mit Tobias von 4wheels24 habe ich auch bereits eine Konstruktion abgesprochen, die umsetzbar scheint. Ähnlich wie bei seinen Ivecos mit FM-Sheltern bekommt das ganze nur zwei Traversen vorne und hinten, die jeweils über Containerlocks die Kabine fest halten. Die vordere Traverse wird federgelagert um Verspannungen zu reduzieren. Stabilität bringt der Shelter selbst ausreichend mit. Einen aufwendigen Zwischenrahmen können wir uns entsprechend sparen.

Und damit wir vorankommen, habe ich die Kabine auch gleich bei ihm in Hasloch gelassen. Den TRM bringe ich ihm Anfang Februar, dann kann er gleich anfangen… 😉

Wenn Ihr weitere Tipps für uns habt, sei es für Grundsätzliches, sei es für den Innenausbau. Als her damit! 😉

2 Kommentare zu “FM1-Kabine auf TRM 2000 – Aller Anfang ist…

  1. Alex Herrmann

    Sieht gut aus! Wichtig für Euch wäre, meiner Meinung nach, das begehbare Dach, was gleichzeitig als Terrasse für den Sundowner, sowie auch als Plattform für den Fotografen zu nutzen ist… 😉

    Gruß Alex

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